Researching and Reshaping Human-Thing-Constellations: Observation Tasks

Material: Beobachtungsaufträge

Wer ist eigentlich mit wem und womit und auf welche Weise verbunden? Was beeinflusst unser tägliches Handeln? Wer hat unter welchen Umständen welche Handlungsmöglichkeiten? Und wer oder was ist es, der tatsächlich handelt? Diese Aufgabenstellung soll dazu anregen, den Einfluss von Dingen aller Art auf das menschliche Handeln im Allgemeinen und das ästhetische Handeln im Besonderen zu untersuchen. Sie gibt klare Handlungsanweisungen für Gruppen, die diese Beziehungen gemeinsam erforschen und spekulative Zukunftsszenarien vor dem Hintergrund der digitalen Kultur entwickeln sollen.

In pädagogischen und insbesondere in kunstpädagogischen Bereichen werden Ideen, Handlungen und Verantwortlichkeiten noch immer häufig auf einzelne Personen reduziert, obwohl soziale und technologische Infrastrukturen sowie Dinge und räumliche Situationen Einfluss auf die Fähigkeiten und Handlungsmöglichkeiten der handelnden Personen haben.

Diese Aufgabe gibt eine kurze Anleitung, wie man untersuchen kann, wer in welche Konstellationen involviert ist. Ziel ist es, zu untersuchen, welche Mechanismen der Inklusion und Exklusion in sozialen Strukturen, insbesondere im Kontext der digitalen Kultur, eine Rolle spielen.

Sie ist als Einführung in neomaterielle Theorien für Studierende konzipiert, kann aber auch mit Schülerinnen und Schülern ohne diesen Hintergrund durchgeführt werden. Ziel ist es, soziale Determinanten zu verstehen, auch ohne Kenntnis der entsprechenden Theorien. Dazu wird eine Unterrichts- oder Workshop-Situation angeboten, in der ohne Vorkenntnisse Beziehungen sichtbar und verhandelbar werden.

Einzelne Schritte

  • Nimm dir etwas Zeit, um dich in deinem gegenwärtigen Umfeld genau zu beobachten. Beweg dich beim Beobachten, schau aus dem Fenster, betrachte die anderen Menschen hier. Was ist von digitaler Kultur beeinflusst und was nicht? Schreiben Sie jede Ihrer Beobachtungen auf eine Karte und heften Sie sie an die Wand.
  • Mach einen halbstündigen Spaziergang in der Umgebung. Beobachte, was digital beeinflusst ist und was nicht. Mache dir Notizen.
  • Schau dir deine Beobachtungen vom Spaziergang an und überprüfe, ob die Begriffe, die du im ersten Schritt aufgeschrieben hast, noch stimmen. Du kannst sie jetzt verändern oder ergänzen.
  • Jetzt werden die Arbeitsauftrage, die diesem Assignment anhängen, relevant. Sie können in englischer Sprache hier als PDF runtergeladen werden.
  • Ich möchte euch bitten, 3 der 8 vorgegebenen Aufgaben zu bearbeiten. Ihr könnt völlig frei wählen. Für jede Aufgabe habt Ihr 5 Minuten Zeit. (Ich zeige dann am Beamer einen Countdown, von 5 Minuten, ohne Ton. Diese Videos findet man easy auf youtube.)

Ich drucke die Aufgaben auf A6 aus und hänge mit Klammern Karteikarten und Papier (je nach Aufgabe) daran. Das ist ein wenig mehr Vorbereitung, erleichtert aber den Ablauf der Session.Die Arbeitsergebnisse werden mit Klebeband sortiert an die Wand gehängt. Es erweist sich als hilfreich, dafür Stationen an der Wand zu definieren.

  • Clustern: Sucht Euch nun in 3er Gruppen einen Hashtag aus, zu dem ihr arbeiten wollt. Bildet Cluster, sucht Ähnlichkeiten und Gegensätze. Bereitet Euch darauf vor, Eure Sortierung in 3 Minuten zu präsentieren.
  • Szenarien: Sucht Euch, ebenfalls in Dreiergruppen,  drei der bearbeiteten Hashtags aus. Überlegt Euch, wie die beschriebenen Situationen ein wenig weniger ausschliessend sein könnten. Baut mit egal welchem Material ein Szenario für das Jahr 2045. Denkt dabei gross. Alles ist erstmal möglich. Dafür sind 30 Minuten Zeit.

Die Lehrperson sollte im besten Fall Materialien wie Wolle, Watte. Papier, Stifte, Karton, … zur Verfügung stellen). Jedes Material ist erlaubt.

  • Präsentiert Eure Vision.

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